European SharePoint Conference 2017 – Recap

European SharePoint Conference 2017 – Recap

European SharePoint Conference 2017 – Recap

Drei Tage European SharePoint Conference 2017 in Dublin sind nun vorbei – und eine Menge an Eindrücken gilt es nun zu verarbeiten.

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Keynotes

Tag 1

Am ersten Tag hat Jeff Tepper noch einmal die aktuellen Highlights aus Office365 der letzten Zeit zusammengefasste. So gibt es nun mit dem Fall Creators Update für Windows 10 die “Files On Demand” Funktionen, die es einem erlaubt alle Dateien seines OneDrives im Windows Explorer zu sehen, ohne dass diese auch tatsächliche physisch auf dem Rechner vorhanden sind.

Gleichzeitig kann OneDrive mehr als 270 Dateitypen direkt darstellen, so dass nahezu alle denkbaren Dateitypen direkt im OneDrive im Browser angezeigt werden können, ohne dass eine entsprechende Anwendung auf dem eigenen Rechner vorhanden sein muss. So können z.B. auch direkt 3D Zeichnungen angezeigt werden – und diese Zeichnungen können auch noch bewegt werden, so dass man die Objekte von allen Seiten betrachten kann.

Ebenfalls besteht nun seit kurzem die Möglichkeit, dass Inhalte auch mit Personen geteilt werden können, die nicht über ein eigenes Microsoft Konto verfügen. Bisher konnten Inhalte immer nur ausschlich mit einem Microsoft Konto geteilt werden, nun können auch an andere Personen entsprechende Zugangscodes versendet werden, mit dem man freigegebene Inhalte zugreifen kann.

Dies sind Funktionen, die bereits heute schon in OneDrive von jedem Verwendet werden können.

In Teams werden wir in naher Zukunft auch neue Funktionen finden. So wird es dort eine neue Darstellung für Teamseiten geben und auch die Möglichkeit interaktive Inhalte zu erstellen (dies passiert z.B. wie bei der Anzeige von der 3D Modellen im OneDrive, wo man dann diese Modelle auch direkt in Teams bewegen kann).

Auch die Moderne Darstellung von SharePoint Listen (in Office365) wird demnächst neue Funktionen aufweisen. So können über sogenannte “Attention Views” alle Elemente in einer SharePoint-Liste angezeigt werden, bei denen eine Bearbeitung notwendig ist, weil z.B. erforderliche Daten fehlen. Bereits heute lassen sich Listenelemente ja auch direkt in der Listenansicht bearbeiten, wenn man die Details auf der Rechten Seite der Liste anzeigt. In Zukunft wird man hier auch mehrere Elemente auswählen und diese dann alle auf einmal bearbeiten können.

Bereits heute kann für die Erfassung von Daten in einer SharePoint Liste ein individuelles Formular mit Hilfe von PowerApps erstellt werden. Zukünftig soll es auch möglich sein, dass man solche Listenelemente zu Bearbeitung in einem entsprechenden PowerApp-Formular anzeigen kann. Dies ist aktuell noch nicht möglich, konnte aber bereits Live in einer frühen Vorabversion in Dublin gesehen werden.

Tag 2

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Am zweiten Tag hatte Rafal Lukawiecki eine hervorragende Keynote zu dem Thema Machine Learning gehalten. Machine Learning ermöglicht es uns große Mengen an Daten auszuwerten und Beziehungen zwischen diesen Daten zu erkennen, die uns sonst vielleicht verborgen geblieben wären. Bei allen Fortschritten im Bereich des Machine Learning und der Datenanalyse hatte Rafal uns alle noch einmal daran erinnert, dass es immer wichtig ist zu wissen die dahinterstehenden Algorithmen und Funktionsweisen zu verstehen.

Tag 3

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Am dritten Tag eröffnete Vesa Juvonen den letzten Tag auf der ESPC. Hier wurden in der Keynote viele neue Funktionen gerade aus dem Bereich der SharePoint PnP vorgestellt. Es wird noch in diesem Jahr möglich sein, dass man bestehende Site-Collections in Office365 zu einer Office-Group verbinden kann. Das ermöglicht es für bereits vorhanden Teamsites, die neuen Funktionen und Möglichkeiten die mit den OfficeGroups zu SharePoint gekommen sind innerhalb eines Teams zu nutzen. Dazu würde dann z.B. auch die Nutzung von Teams gehören.

Außerdem wird es eine Möglichkeit geben, dass man eigene Templates für Site-Collections erstellen kann die man beim Erstellen von neuen Site-Collections direkt innerhalb von Office365 auswählen kann.

Im Bereich der Software-Entwicklung wird es SharePoint-Framework Projekte mehr Tooling im Bereich des Application Lifecycle Managements geben, so dass man Apps, die mit dem SharePoint Framework erstellt wurden, automatisch deployen kann.

Ein Besondere Highlight war der Abschluss der Keynote mit einem Vortrag von Rob Wormald von Google. Er zeigte die aktuellen Arbeiten an Angular Elements, mit dessen Hilfe es einfacher Möglich sein wird SharePoint Framework WebParts unter Verwendung von Angular zu erstellen.

Andere Themen

Neben den Keynotes gab es natürlich auch noch jede Menge andere Themen. Hier ein paar Themen die uns besonders begeistert und interessiert haben. (Die Reihenfolge ist willkürlich und spiegelt keine Form der Relevanz o.ä. wieder)

SharePoint Hub Sites

Mit der immer stärker wachsenden Anzahl an Team- und Group-Sites wird es immer wichtiger Thematische Inhalte konsolidiert zusammenzufassen. Dazu hat Microsoft zur Ignite die sogenannten Hub Sites vorgestellt. Diese Seite ermöglichen es recht einfach eine Navigation über mehrere unabhängige Sites zu erstellen und Inhalte zu aggregieren um somit Anwendern einen einfachen Einstieg zu Informationen zu ermöglichen.

Zudem lassen sich auch Branding-Einstellungen auf diese Weise von der Hub-Site an alle dort eingebundenen Sites weitergeben, so dass man ein konsistentes Look & Feel auch über einzelne Seiten-Grenzen hinweg erreichen kann.

Graph

Es gab eine ganze Reihe von Vorträgen rund um Graph. Graph hat inzwischen eine ganze Menge von APIs bekommen, so können Exchange Inhalte (Mails, Kalender, Kontakte) und OneDrive (Dateien) sowie Planner (Aufgaben) schon eine ganze Weile über das einheitliche Interface angesprochen werden. Nun können inzwischen auch SharePoint Listen darüber zugegriffen werden.

Metadaten Bearbeitung in Office-Programmen

In den Office-Programmen bis 2013 war es über die Information-Panel direkt mögliche die Meta-Daten von Dateien, die in SharePoint Dokumentbibliothek liegen, zu bearbeiten. Dazu konnte man diese Informationen direkt zwischen dem Ribbon und dem eigentlichen Dokument anzeigen. Mit Office 2016 ist diese Funktion erst einmal verschwunden – zumindest an dieser Stelle. Stattdessen können Daten nur über den Informationsbereich des Startmenu der jeweiligen Office-Anwendung bearbeitet werden.

Die direkte Bearbeitung von Metadaten wird aber wieder zurückkommen, so dass man diese Daten über das Ribbon direkt bearbeiten kann.

Automatisierung mit PowerShell und DSC

Die Möglichkeiten mit PowerShell wiederkehrende Abläufe zu skripten und somit zu automatisieren sind nahezu grenzenlos. Zusammen mit der Desired State Configuration (DSC) lassen sich somit gerade die Prozesse zum erstellen von Server-Umgebungen dramatische vereinfachen. Gleich in mehreren Vorträgen wurde dieses Vorgehen auf der ESPC vorgestellt und anhand von Beispielen gezeigt.

Workflows & Prozessautomatisierung

Generell widmen sich viele Hersteller der Automatisierung von Prozessen und dem Handling von Workflows. So waren sehr viele Lösungen zu sehen, die in diesem Bereich sehr viele Verschiedene Ansätze zeigen und mit Hilfe von vielfältigen Schnittstellen diverse Systeme miteinander verbinden können.

Valo Intranet

Besonders nennen will ich hier die Intranet-Lösung von Valo, die den Award für die beste Intranet/Extranet-Lösung dieses Jahr gewonnen hat. Diese Lösung hat uns persönlich auch extrem gut gefallen, da sie sich extrem natürlich in Office365 einbettet (gibt es natürlich auch als On-Premises Variante) und um zahlreiche kleine Funktionen erweitert die es erlauben in kurzer Zeit komplette Intranet-Umgebungen zu erstellen.

Dabei legt Valo starken Wert darauf das Rad nicht neu zu erfinden, sondern stattdessen die von Office365 angebotenen Funktionen zu nutzen und nur dort neue eigene Funktionen anzubieten, wo entsprechende Funktionen heute in Office365 (oder On-Premises) fehlen.

Auch technisch ist Valo sehr interessant, da die Erweiterungen mit Hilfe des SharePoint Frameworks und der Graph-API umgesetzt wurden.

Abseits der Konferenz

Auch außerhalb des Konferenzzentrums gab es vieles zu Erkunden. Da wir täglich immer viel mit SharePoint Dokumentbibliotheken arbeiten lockte es uns natürlich zum Trinity College und der Old Library – quasi eine “analoge Dokumentbibliothek”. Ansonsten waren natürlich auch der Tempel-Bar District mit seinen zahlreichen Pubs ein lohnendes Ziel.

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Ein Dank an dieser Stelle noch einmal an die Kollegen von dox42, mit denen wir einen tollen Abend am Dienstag verbracht haben.

One thought on “European SharePoint Conference 2017 – Recap

  1. Pingback: SharePoint Updates: Patchday Dezember 2017 - busitec Blog

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